Die Geschichte Glasofens



neu überarbeitet von: Michael Müller und Dr. Leonhard Scherg




Seit dem 1. Januar 1972 gehört Glasofen mit seinem Weiler Eichenfürst zu Marktheidenfeld. Es war damit die erste Gemeinde, die sich im Rahmen der Gebietsreform für den Anschluß an die Stadt Marktheidenfeld entschied.

Der Ortsname Glasofen, von den Glasofenern selbst “Glasf´ld”, von den Nachbarortschaften “Glasefeld” genannt, wird auf vielfältige Weise gedeutet. Allgemein wird heute, wie auch die Hauptstraße, die Claushofstraße deutlich macht, der Ortsname auf einen gewissen Clas (Kurzform von Nikolaus oder Niklas) als Besitzer eines Hofes zurückgeführt. Bereits Six, der sowohl diese Deutung als auch die Herleitung von der Glasherstellung ablehnt, verweist auf das Herkunftswort “calasneo”, das vielen heutigen Glas-Wörtern zugrundeliegt. Gedeutet wird es von Six als Markgenosse, Mitmärker, von Schnetz als muldenartige Vertiefung. Besonderes Interesse verdient die 1998 vorgetragene Deutung von Vorwerk. Ebenfalls ausgehend von dem althochdeutschen “calasneo” in der Bedeutung von Anrainer, Grenzmärker, versteht er Glasofen als Hof bzw. Höfe von Siedlern an der Grenze. Die im Jahr 839 beschriebene Grenze zwischen dem zum Kloster Neustadt und dem zum Kloster Fulda gehörenden Spessart verlief im Abschnitt zwischen Glasofen und Altfeld auf dem parallel zum Main geführten Fernweg, der “via publica”. Während 839 zur Grenzbeschreibung der mit der Glasofener Höhe gleichgesetzte ”Stenninauch” dienen mußte, wird die Grenze selbst Ausgangspunkt für die Bezeichnung der späteren Siedlung Glasofen, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts (1335: Glazhouen; 1348: Glashoffen) zum ersten Mal genannt wird, aber sicher älter ist. Wahrscheinlich stehen die Anfänge von Glasofen in Zusammenhang mit der Ausbauzeit im 11. und 12. Jahrhundert. Ausgangspunkt der Siedlung war der Überlieferung nach der Eitelsbrunnen.

Das Gebiet von Glasofen wie von Eichenfürst war ursprünglich fränkisches Königsland, das mit Schenkungen an die Reichsabtei Fulda bzw. ihr Tochterkloster Holzkirchen gelangte. Zur Regelung der weltlichen Angelegenheiten und als Schirmer waren über die Klöster im Mittelalter Vögte eingesetzt. Die Grafen von Wertheim sicherten sich die Klostervogtei über Holzkirchen und die fuldischen Besitzungen und verleibten so auch Glasofen ihrer auf unterschiedlichen Rechten aufbauenden Grafschaft Wertheim ein.

Nachweisbar gehörte Glasofen spätestens in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zum wertheimischen Hoheitsgebiet. Das älteste Wertheimer Steuerverzeichnis von 1359 verzeichnet für Glasofen sieben Männer und eine Frau als Zinspflichtige und macht zugleich eine starke soziale Differenzierung deutlich..

Glasofen war 1359 Teil der von den Grafen von Wertheim beherrschten Cent Michelrieth, dem für den gesamten Vorspessart zuständigen Gerichts- und Verwaltungsbereich.

Das Türkensteuerverzeichnis von 1542 verzeichnet für Glasofen und Eichenfürst 23 Personen, davon elf Familienvorstände (sieben in Glasofen, vier in Eichenfürst), zwei Kinder und zehn weitere Personen (Knechte, Mägde, Hirt und Schäfer); dies entspricht einer Einwohnerschaft von ca. 60 Personen. Diese errechnete Einwohnerzahl bestätigt auch ein Verzeichnis von 1551, das für Glasofen und Eichenfürst 12 Untertanen, drei Vormundschaften und vier weitere Personen (Knechte, Hirt und Schäfer) festhält. Genannt ist in beiden Verzeichnissen “die Capell zu Glaßoffen”.

Glasofen wurde 1390 dem von der Urpfarrei Kreuzwertheim abgetrennten Kirchsprengel Michelrieth zugeteilt. Die Seelsorge übte das Kloster Triefenstein aus, das auch um 1800 noch ein Drittel der Zehnteinkünfte erhielt. Von Triefenstein wurde auch die Kapelle in der Nähe des Glasofener Dorfbrunnens betreut. Wie der Neustadter Pfarrer Heinrich Link auf der Grundlage einer mündlichen Überlieferung in seinem Klosterbuch festhielt, kamen zu dieser Kapelle sogar Wallfahrer aus Köln; sie verließen das Schiff in Marktheidenfeld und zogen mit dem Bild der heiligen Ursula zur Kapelle. Historischer Kern dieser Überlieferung, die neben urkundlichen Belegen (z.B. 1542, 1551) durch bis zur Flurbereinigung sichtbare Mauerreste bzw. Geländevertiefungen und durch den Flurnamen “Kirchwiesen” bekräftigt wird, ist sicher die Wallfahrt nach Aachen zu sehen. Alle sieben Jahre kamen Pilger aus Österreich, Böhmen, Polen und Ungarn auf dem Weg über Regensburg und Nürnberg und dann den Main entlang und per Schiff nach Köln und schließlich nach Aachen, einer der bedeutendsten Pilgerstätten des Mittelalters. Mit der Reformation verlor dann die Kapelle in Glasofen ihre Bedeutung, und sie begann zu verfallen.

Graf Georg II. von Wertheim führte während seiner Regierungszeit von 1521 bis 1530 die evangelische Konfession in der Grafschaft ein. Abgeschlossen wurde die Reformation im Kirchspiel Michelrieth von Graf Michael III. 1543.

Früh wurde auch der Bau einer Kirche in Glasofen erwogen. Anlaß bot die bereits genannte Kapelle. Diese war damals schon verfallen, wie 1741 berichtet wird. Auch die für den Kirchenbau in Glasofen errichtete Stiftung konnte den Verfall nicht mehr aufhalten, zumal Steine der Kapelle für den Bau von Häusern und Stallungen verwendet wurden.

In den Grafschaftsgemeinden setzte jedenfalls wie überall seit dem Ende dieses Kriegs eine rasche Bevölkerungszunahme ein, die letztlich auch zu einer weiteren Aufteilung und Aufsplitterung der Besitzungen führte.

Erwähnt werden muß, daß es einst an den Südhängen oberhalb des Glasbachs Weinbau gab; er dürfte aber bereits im 17. Jahrhundert eingegangen sein.

Bevölkerungszuwachs und Besitzaufteilung setzten sich auch im 18. Jahrhundert fort. Für Glasofen sind 1785 34 und 1802 33 Wohnhäuser und Herdstätten verzeichnet, für Eichenfürst 1785 4 und 1802 5 Häuser. Damit verschlechterten sich die Lebensbedingungen für einzelne Familien beträchtlich. Auch aus Glasofen entschlossen sich daher Johannes Endres 1752 und Michael Dill 1754 sowie Georg Schäfer mit seiner gesamten Familie, insgesamt 6 Personen, 1754 zur Auswanderung nach Nordamerika. Damit ist aber nur die offizielle Auswanderung erfaßt.

Als die mit der Säkularisierung des Klosterbesitzes und der geistlichen Fürstentümer seit 1802 vergrößerte Grafschaft Wertheim 1806 ihre Souveränität verlor und aufgeteilt wurde, kam Glasofen zum Fürstentum Aschaffenburg und schließlich ab 1810 zum Großherzogtum Frankfurt. Als dieses 1811 nach französischem Vorbild organisiert wurde, war Glasofen mit Eichenfürst eine ”Mairie” des Departements Aschaffenburg. 1814 fiel dieser Teil des Großherzogtums an Bayern, Glasofen wurde bayerisch und 1818 eine politische Gemeinde nach bayerischem Recht.

Sowohl für die Verwaltung als auch für die Justiz war für Glasofen auch nach 1806 und 1814 weiterhin eine von den Löwenstein-Wertheim beherrschte Behörde zuständig. Sie trug ab 1811 die Bezeichnung Herrschaftsgericht Kreuzwertheim. Infolge der Revolution wurde diese Verwaltungsbehörde 1848 in eine staatliche Behörde umgewandelt. Ab 1853 war das Landgericht Stadtprozelten für Glasofen zuständig. Nach der Trennung von Justiz und Verwaltung 1862 kam die Gemeinde zum neu gebildeten Bezirksamt Marktheidenfeld. 1879 löste das Amtsgericht Marktheidenfeld das Landgericht Stadtprozelten in seiner Zuständigkeit für Glasofen ab.

Zu 1824 werden für Glasofen 43 Wohnhäuser (38 bzw. 5) und 180 Einwohner (159 bzw. 31), zu 1830 für Glasofen 38 Wohnhäuser, 45 Familien, 213 Seelen, davon 23 Katholiken und 190 Protestanten, und für das einverleibte Eichenfürst 6 Wohnhäuser, 6 Familien, 30 Seelen, davon 5 Katholiken und 25 Protestanten, verzeichnet. Wie heute waren die katholischen Einwohner Glasofens der Pfarrei Esselbach zugeteilt. Die die Bevölkerungsangaben für die Gesamtgemeinde zu 1840, 1867, 1895 und 1902 mit 190, 237, 262 (47 Familien) und 266 Einwohnern zeigte weiter steigende Tendenz. Wenn die Bevölkerungszahl demnach in den 30er Jahren zurückging und auch später nur langsam anstieg, so sind Auswanderung in ferne Länder und Abwanderung in die Städte neben einer bewußten Bevölkerungskontrolle als Ursachen zu nennen.

Wenn die Bevölkerung aufgrund dieser Vorgänge nicht stärker abnahm, so war dies auf die gute Verkehrsanbindung Glasofens zurückzuführen. Mit Marktheidenfeld war Glasofen über die heutige Alte Marktheidenfelder Straße, die Lotterklinge und über eine Furt bzw. eine Fähre verbunden. In Zusammenhang mit dem Bau der Mainbrücke in Marktheidenfeld - 1846 dem Verkehr übergeben - wurde der Straßenabschnitt von Marktheidenfeld bis Kredenbach im wesentlichen am Rand der Gemarkungsgrenze zu Marienbrunn am nördlichen Hang des Glasbachs ausgebaut. Der älteste Vermessungsplan der Glasofener Gemarkung von 1848 verzeichnet schon diese Baumaßnahme. Die Straße von Glasofen nach Marienbrunn erhielt damit größere Bedeutung; 1858 erfolgte der Ausbau der Straße von Marktheidenfeld nach Eichenfürst, die 1863 nach Altfeld weitergeführt wurde.

Anstelle der Versorgung durch Hausbrunnen wurde bereits 1874/76 in Glasofen die Wasserleitung erbaut. 1874 folgte zu einem außergewöhnlich frühen Zeitpunkt auf Initiative des Bürgermeisters F. Adam Beck (1868 bis 1876) und des Lehrers Moritz Messerer (1865 bis 1876) die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, für die 1877 eine Feuerlöschrequisitenhalle errichtet wurde. 1891 pflanzte die Feuerwehr die Prinzregentenlinde (Feuerwehrlinde) am Steinbusch. Der bis 2001 bestehende Feuerlöschteich in der Schulgasse wurde 1901 angelegt; er wurde vom Eitelsbrunnen gespeist.

Ab 1903 bestand eine Posthilfsstelle in Glasofen, seit 1907 gab es Telefonanschluß, bereits 1916 wurde Glasofen an die Stromversorgung angeschlossen.

In der heutigen Waldabteilung Steinbusch befand sich bis in das 20. Jahrhundert hinein ein Steinbruch, der hauptsächlich für den örtlichen Bedarf genutzt wurde. Später wurde hier die Schießbahn des örtlichen Schützenvereins angelegt.

Vor allem für den Eigenbedarf wurde in Glasofen Flachs angebaut, für dessen Verarbeitung ein gemeindliches Brechhaus bestand. Als dieses 1906 durch Blitzschlag zerstört wurde, verzichtete man auf einen Wiederaufbau.

Bereits mit einem eigenen Schulunterricht in Glasofen seit 1805 und dem Bau des ersten Schulhauses im Jahre 1806 begann ein Abkoppeln von der starken Bindung an Michelrieth. Das eigene Schulhaus wird ab 1824 auch in den statistischen Handbüchern vermerkt. Die starke Bevölkerungsentwicklung erforderte schließlich nach umfangreichen Reparaturarbeiten an der alten Schule, bei denen auch ein Turm mit Glocke aufgeführt wurde, 1897 ein neues und größeres Schulhaus, das unmittelbar neben der alten Schule errichtet und 1908 um einen Stock erhöht wurde, um die Lehrerwohnung aufzunehmen.

1886 war der vom gesamten Kirchspiel Michelrieth genutzte Friedhof in Michelrieth erweitert worden. Dennoch hielt Glasofen seit 1903 an dem Plan eines eigenen Friedhofs fest. Ab 1907 wurde er errichtet und 1908 eingeweiht.

Mit diesen Veränderungen wurden die Pläne für die Errichtung einer eigenen Kirche in Glasofen 1907/08 wieder aufgegriffen. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Jahre 1914 wurde von der politischen Gemeinde nach den Plänen des Nürnberger Architekten A. Frey der Bau der Kirche begonnen; kurz nach dem Ende des Krieges wurde er am 2. Advent 1918 beendet. Wegen der wirtschaftlichen Nöte dieser Zeit dauerte es bis zum Jahr 1928, bis auch Altar, Kanzel und Taufstein geweiht werden konnten. Auf einen Namen mußte die Kirche bis 2001 warten, am Pfingstsonntag erhielt sie den Namen „Christuskirche“

Die Zeit der großen Baumaßnahmen ist wesentlich geprägt von den Bürgermeistern Zacharias Dreykorn (1876 bis 1912) und Georg Freudenberger (1912 bis 1919) sowie von Heinrich Müller (1851-1931), der von 1876 an als Lehrer in Glasofen gewirkt hatte. Aufgrund seiner Verdienste erhielt er 1919/20 die Ehrenbürgerwürde. Er ist der einzige Ehrenbürger von Glasofen.

1919 wurde Andreas Schäfer zum Bürgermeister gewählt. Bis zu seiner Erkrankung 1944 und seinem Tod 1945 stand er der Gemeinde Glasofen vor. In seine Amtszeit fiel 1920 die Anfertigung einer Gedenktafel für die Gefallenen des I. Weltkriegs und die Gründung eines evangelischen Vereins, 1921/22 der Bau einer Gemeindewaage. 1922 wurde das alte Schulhaus von 1806 abgebrochen; zurückgesetzt wurde ein neues Wirtschaftsgebäude mit Gemeindezimmer errichtet.

Für die Landwirtschaft von großer Bedeutung waren die 1925, 1927 und 1928 unter Leitung des Kulturbauamtes Aschaffenburg durchgeführten Entwässerungsmaßnahmen der Wiesen entlang des Glasbachs. Für erforderliche finanzielle Mittel der landwirtschaftlichen Betriebe sorgte ein Darlehensverein. Der Obstbauverein Glasofen als Zweigverein der seit 1894 bestehenden Vereinigungen im Regierungsbezirk Unterfranken läßt sich erstmals 1906 nachweisen. 1926 entstand der örtliche Zuchtverband für Fleckvieh, sicher Zweigverein des 1901 gegründeten Zuchtverbands für Fleckvieh in Unterfranken (in Aschaffenburg).

Das Vereinswesen blühte in den 20er Jahren. 1921 entstand eine Ortsgruppe für Kriegsgräberfürsorge und wurde der Gesangverein Glasofen als Männerchor gegründet. 1924 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 50jähriges Stiftungsfest. Der Kriegerverein beging 1925 feierlich die Weihe seiner Fahne. 1926 wurde ein Schützenverein gegründet, der den alten Steinbruch im Mühlschlag als Schießplatz nutzte.

Die Bevölkerung am Ort, die 1902 266 und 1905 bei 49 Familien 286 Einwohner zählte, nahm zunächst zu, um dann ab Mitte der 20er Jahre weitgehend zu stagnieren. 1910 werden 307 (50 Familien), 1925 328 (57 Familien), 1929 328, 1933 330, 1934/35 328 und 1939 336 Einwohner verzeichnet.

Für die Verhältnisse vor Ort sind die Einwohnerbücher von 1929 und 1934/35 von besonderem Interesse. Verzeichnet sind hier neben dem Darlehensverein, dem 1929 Zacharias Fertig und 1934/35 Bürgermeister Andreas Schäfer vorstanden, während Georg Gerberich, der 2. Bürgermeister, das Amt des Rechners ausübte, fünf Vereine, die Freiwillige Feuerwehr, der Gesangverein, der Kleinkaliberschützenverein, der Kriegerverein und der Obstbauverein. 1934/35 kommt noch ein landwirtschaftlicher Ortsverein und die Ortsgruppe der NSDAP dazu; beiden stand Bürgermeister Andreas Schäfer vor. 1929 bestand der Gemeinderat aus fünf Mitgliedern, Jakob Bauer, Zacharias Emmerich, Peter Enz, Peter Fertig, Johann Schäfer, 1934/35 aus acht Mitgliedern - außer den genannten noch aus Johann Fertig, Andreas Werner und Andreas Emmerich. Es gab 1929 und 1934/35 zwei Gaststätten (Sonne und Stern). Die 57 Haushalte (54 Glasofen, 3 Eichenfürst) 1929 und 72 Haushalte 1934/35 waren überwiegend landwirtschaftlich ausgerichtet; neben den am landwirtschaftlichen Bedarf ausgerichteten Gewerben des Schmieds (1), des Wagners (1 1934/35), des Aufkäufers (1) und Schweinehändlers (1) gab es Schneider (1 bzw. 2), Schuhmacher (2 bzw. 1), Gemischt- und Viktualienhändler (2), vor allem auch Maurer (3) und Arbeiter (5). Die größeren landwirtschaftlichen Betriebe hatten zahlreiche Knechte und Mägde in Dienst, die bis aus dem Badischen kamen.

Während des Dritten Reiches wurde 1936 das Wirtschaftsgebäude mit Gemeindezimmer zum “Heim” umgebaut; 1939 entstand an der Gemarkungsgrenze zu Altfeld und Kredenbach ein Bombenabwurfplatz für die in Wertheim stationierten Sturzkampfbomber. Beim Angriff alliierter Bomber auf Schweinfurt im Oktober 1943 kam es zu einem Luftkampf im Raum Marktheidenfeld. Dabei wurden fünf amerikanische Bomber und drei deutsche Jagdbomber abgeschossen. Ein amerikanischer Bomber explodierte über Glasofen.

1939 wurde Glasofen in die Gruppe der Gemeinden eingereiht, deren Anteil der Gesamtbevölkerung zur Land- und Forstwirtschaft mit 80 - 90 % beziffert wird. Die landwirtschaftlichen Betriebe wurden, nachdem die Männer ab 1939 zum Kriegsdienst eingezogen waren, mit Hilfe von Kriegsgefangenen bewirtschaftet.

Glasofen nach 1945

Der 2. Weltkrieg, der am 2. April mit dem Einmarsch der Amerikaner sein Ende fand, forderte auch von den Glasofenern große Opfer, 19 Gefallene und 7 Vermißte waren zu verzeichnen. 1952 wurde im Kirchgarten ein Denkmal für die Gefallenen und Vermißten errichtet.

Anstelle des amtierenden stellvertretenden Bürgermeisters Johann Fertig setzten die amerikanische Militärregierung Georg Adler ein, dem von 1945 bis 1948 Johann Schäfer, von 1948 bis 1966 Andreas Schäfer und von 1966 bis 1972 Christoph Nebel nachfolgten.

Mit den Einquartierungen von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen stieg die Zahl der Einwohner auf 487 1946 und auf 520 1947 an. Über 200 Personen waren unterzubringen. In jedem Haus wurde mindestens eine zusätzliche Familie aufgenommen. Die Schule wurde von 1950 bis 1954 zweiklassig geführt. Die damals noch in der Blüte stehende Landwirtschaft konnte nicht allen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen Arbeit und Brot geben. Die Neubürger fanden Arbeit in den Betrieben in Marktheidenfeld und Wertheim. Schon in den 50er Jahren setzte daher ihr Wegzug von Glasofen ein. Die Bevölkerungszahl, die 1950 bei 62 Wohnhäuser (57 und 5) 494 Einwohner (437 und 57) betrug, sank auf 359 (1961) und 285 (1969 und 1970) ab. Wegen der Nähe zu Marktheidenfeld wurde dennoch damals für 1990 eine Einwohnerzahl von 360 Einwohnern prognostiziert.

Nach dem Krieg entstand mit dem Bau einer Tankstelle und Gaststätte unmittelbar an der damaligen B 8 - vor dem Bau der Autobahn eine stark befahrene Straße - der “Weiler” “Am Glasbach”.

Die von der politischen Gemeinde erbaute Kirche ging 1951, mit Ausnahme des Kirchturmes, auf die Kirchengemeinde über. Bereits 1949 wurden die heutigen drei Glocken angeschafft. 1968 wurde die Kirche erstmals innen renoviert und das elektrische Geläut eingebaut, 1982 wurde eine moderne Ölheizung installiert. Seit 1986 strahlt die Kirche auch außen wieder in neuem Glanz. Von 1918 bis 1954 noch Tochterkirchengemeinde von Michelrieth, wurde Glasofen in der Amtszeit von Pfarrer Hubel (1947 bis 1954) eine selbständige Kirchengemeinde mit einem eigenen Kirchenvorstand. Auch heute noch ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch. Die Katholiken werden von Pfarrei Esselbach betreut. Im Jahre 2003 stand erneut eine Außenrenovierung des Gotteshauses an. Das Außengelände wurde neu gestaltet. Seit dem Jahr 2006 grüßt das von Erich Gillmann aus einer Spessarteiche gefertigte Trachtenpaar in “Orginaler Grafschaftstracht” vor der südl. Kirchentüre.

Auch in der Nachkriegszeit spielte die Landwirtschaft zunächst noch eine dominierende Rolle. 1948 wurde daher die Milchsammelstelle erbaut und ebenfalls 1948 die Dreschhalle errichtet. Als sie 1957 ein Brand zerstörte, wurde 1958 eine neue Dreschhalle erbaut. Der Bullenstall wurde 1957 ausgebaut. Orkane verursachten 1953 und vor allem 1955 im Gemeindewald ungewöhnlich starke Windbrüche. Da für das durch den Windbruch angefallene Holz wegen der regen Bautätigkeit nach dem Kriege ein guter Preis erzielt werden konnte, schuf dies nicht nur den finanziellen Grundstock für den Bau eines Feuerwehrhauses (1954), sondern konnten auch ein landwirtschaftliches Lagerhaus (1954) und die Gemeinschaftsgefrieranlage mit Schlachthaus (1955/56), einer Seltenheit für die damalige Zeit, erbaut werden. Von der Raiffeisenkasse, die das Lagerhaus übernommen hatte, wurde 1963 die Dämpfwarengenossenschaft gegründet, welche Kartoffeln für Futterzwecke im näheren und weiteren Umkreis bearbeitete.

1959 wurde die Flurbereinigung Glasofen eingeleitet, bei der wegen der bereits vorhandenen Betriebsgröße die Gemarkung Eichenfürst ausgespart blieb. Im Rahmen der Flurbereinigung wurden die Feldwege ausgebaut, 1960/61 die Waldabteilungen Michelriether Berg und Heiligenschlag (11 ha) und zur besseren Nutzung der Flurstücke die Obstbäume - mehr als 3000! - gerodet. Als Ersatzmaßnahme für die Waldrodung wurden zwischen 1965 und 1972 u. a. 9,7 ha im ”Höflein” in Richtung Marktheidenfeld aufgeforstet. 1963 wurden die bei der Flurbereinigung neu gebildeten Grundstücke zugeteilt.

Der gemeindlichen Infrastruktur diente der Ausbau der Wasserversorgung. Zunächst wurde 1949 der Quellbereich neu gefaßt und 1950 dann ein Hochbehälter im Steinbusch gebaut. 1951 wurde das Leitungsnetz weiter ausgebaut. Da die Wasserversorgung Glasofens trotzdem immer problematisch blieb, entschied sich die Gemeinde Glasofen für den Anschluß an den Zweckverband Marktheidenfelder Gruppe. Für landwirtschaftliche Zwecke wird die alte Wasserversorgung aber weiter genutzt. Wichtige Infrastrukturmaßnahmen waren auch der Ausbau der Ortsstraßen (1952/ 53/54) und der Ortswege. Eine neue Ortsbeleuchtung folgte 1961.

Im Zusammenhang mit der Flurbereinigung wurden erstmals Baugebiete ausgewiesen. Eine rege Bautätigkeit setzte daraufhin von den 70er Jahren an ein. Sie hält bis heute an, denn Glasofen ist eine beliebte Wohngemeinde. Dazu trägt bei, daß der dörfliche Charakter, vor allem die gute Dorfgemeinschaft, bis heute erhalten blieb.

Als die Bedeutung der Landwirtschaft zurückging, standen in Marktheidenfeld seit den 60er Jahren attraktive Arbeitsplätze und vor allem auch weiterführende Schulen zur Verfügung. Der Bedeutungsverlust der Landwirtschaft hält bis heute an. Von den rund dreißig Bauern, die um 1950 Milch ablieferten, ist 2001 nur einer übriggeblieben.

1966 trat Christoph Nebel an die Stelle des langjährigen Bürgermeisters Andreas Schäfer. In seine Amtszeit fielen die großen Reformen, vor allem die Schul- und die Gebietsreform. Ein Vorspiel war die Fusion der Darlehenskassen, die sich im Raum Marktheidenfeld 1968 zur Raiffeisenbank Marktheidenfeld zusammenschlossen. Die Schulreform bedeutete 1968 das Ende für die Glasofener Schule, wo alle acht Jahrgänge gleichzeitig in einem Raum von nur einem Lehrer unterrichtet worden waren. Die Glasofener Kinder wurden dem Schulverband Hafenlohr zugeteilt und besuchten zunächst die Schulen in Hafenlohr und Windheim. Die offiziellen Überlegungen zur Gebietsreform machten deutlich, daß die Selbständigkeit von Glasofen nicht gehalten werden könnte. Schließlich gaben die immer größer werdenden kommunalen Aufgaben, wie Wasserversorgung, Kanalisation, Kläranlage und Ausweisung von Baugebieten, den Ausschlag für den freiwilligen Anschluß Glasofens an die Stadt Marktheidenfeld bereits zum 1. Januar 1972.

Seit dem Anschluß besuchen die ganz Kleinen den Marktheidenfelder Kolping-Kindergarten und seit der Umsprengelung 1972 die Schulkinder die Grund- und die Hauptschule oder weiterführende Schulen in Marktheidenfeld.

1972, bei der ersten Stadtratswahl mit Glasofener Beteiligung wurde der bisherige Bürgermeister Christoph Nebel Mitglied des Stadtrates. 1976 folgte ihm im Stadtrat Otto Schäfer nach, der dann von 1978 bis 1984 als Ortssprecher Glasofen im Stadtrat vertrat. Ihm folgte von 1984 bis 1990 Willi Wolf nach. Seit 1990 ist Glasofen erneut im Stadtrat direkt vertreten: durch Michael Müller (seit 1990) und Ruth Haag (seit 1996).

Seit der Zugehörigkeit zur Stadt wurden zahlreiche große Baumaßnahmen durchgeführt: der Bau der Ortskanalisation mit Errichtung einer eigenen Teichkläranlage, der Ausbau der innerörtlichen Straßen und der Kreisstraße (1984/85) und schließlich die Ausweisung und Erschließung von Baugebieten. 1998 wurde Glasofen an die Kläranlage in der Kernstadt angeschlossen, die Erschließung eines weiteren Baugebiets (Flachsbreche) wurde im Jahr 2000 fertig. Die Feuerwehr wurde 1990 mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug ausgestattet. Die Stadt übernahm das Lagerhaus, nutzte es zunächst als Außenstelle des Bauhofes und baute es 1997/98 zum Museumsdepot um.

Die Zahl der Einwohner, die 1976 307 betragen hatte, wuchs auf 376 im Jahr 1984 an. Bis Ende 1997 wuchs Glasofen auf 433 Einwohner - davon 412 mit Erstwohnsitz.

Auch nach dem Anschluß an die Stadt blieb der Gemeinschaftssinn der Glasofener ungebrochen. Aus den ehemaligen Schulräumen wurde in Eigenleistung der Vereine mit Unterstützung der Stadt das Bürgerhaus. Weiter ging es mit der Erweiterung der Festhalle 1978 und 1980 mit der Errichtung des Festplatzes. Dringend war 1988 der Umbau der inzwischen stillgelegten Gefrieranlage zu einem Übungsraum für die Vereine, auch wieder in Eigenleistung der Vereine mit Unterstützung durch die Stadt. Aus diesen Erfahrungen wurde das sogenannte ”Glasofener Modell” für die Errichtung von Bürger- und Vereinsheimen entwickelt. Dies bedeutet: Die Stadt bezahlt das Material und die Vereine übernehmen die Arbeit. Die gute Nutzung des Bürgerhauses für städtische, Vereins- und private Zwecke erforderten 1993 einen in gleicher Weise durchgeführten An- und Umbau. Dieser Gemeinschaftsgeist bewährt sich auch bei den großen und kleinen Festen am Ort. Zu nennen die Trachtenfeste, die Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Jubiläumsfeste des Gesangvereins, die im Fünfjahresrhythmus gefeiert werden.

1991 begann das Golfzeitalter in Glasofen, rund hundert Hektar Landwirtschaftsfläche wurden vom Golfclub Main-Spessart zu einem der schönsten Golfplätze weit und breit umgestaltet. Der 18-Loch-Platz auf der Glasofener Höhe ist Anziehungspunkt für die Golfspieler von nah und fern.

Ein für alle zugängliches Freizeitgelände, der Köhlerplatz, wurde vom Ende der 70er Jahre an genutzt und in den 90er Jahren nach und nach ausgebaut mit: Köhlerhütte, Toilettenhäuschen, Lagerhalle und Kinderspielplatz. Fast ganzjährig wird dieser Spiel-, Sport- und Grillplatz genutzt. Höhepunkt ist das Köhlerfest, jeweils eine Woche vor der Laurenzi-Messe.

Die Jahre 2000 bis 2010 – Veränderungen in und um Glasofen.

Im Jahre 2002 wurde mit einer Lasershow die zweite Mainbücke (Nordbrücke) eingeweiht . Danach begannen langwierige Baumaßnahmen, die die Glasofener betrafen: der sogenannte Aufstieg über das Glasbachtal. Hiermit wird die Region Lohr besser an das Autobahnnetz Würzburg - Frankfurt angebunden. (Fertigstellung im Jahre 2012).

Oberhalb der Kirche wurde eine Feuerlöschzisterne gebaut, die den alten Löschweiher an der Schulstraße ersetzt. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme wurde das Grundstück mit Bäumen bepflanzt und Bänke aufgestellt. Das Schmuckstück des Platzes sind die zwei Trachtenfiguren (Hochzeitspaar) die der Bildhauer Erich Gillmann aus je einem Eichenstamm gehauen hat. An der Straße „Am Steinbusch“ wurde eine sichere ebene Bushaltestelle mit Bushäuschen erstellt. Zeitlich parallel dazu erfolgte die Renovierung der Christus-Kirche. In die Neugestaltung des Außenbereichs wurde das Kriegerdenkmal mit einbezogen.

Die „Sommerresidenz“ der Glasofener Vereine, die Dreschhalle, bekam im Jahre 2004 einen Anbau.

Die Grabstellen im Glasofener Friedhof wurden unter Regie der Stadt Marktheidenfeld in den Jahren 2006/07 neu geordnet.

Ab 2009 haben die Jugendlichen Glasofens einen Treff: den „Container“ im ehemaligen Schulgarten neben dem Bürgerhaus.

Abgeschlossen wurde das Jahrzehnt mit der Renovierung des Bürgerhauses im Herbst 2010: Die 35 Jahre alte Küche sowie die Kühltheke wurden erneuert und ein Fasskühler installiert.

Im Jahre 2014 konnten die Renovierungsarbeiten des Feuerwehrhauses abgeschlossen werden. Der“Schlauchturm“ wurde bei dieser Maßnahme abgerissen, da die Schläuche nun in Marktheidenfeld getrocknet werden.

Kulturweg

Am 26.10.14 wurde der Kulturweg Marktheidenfeld 2 , „Rücken an Rücken“ eröffnet. Er verbindet die Stadtteile Glasofen und Marienbrunn. Unterschiedliche Landesherren und verschiedene Konfessionen waren der Grund, dass man sich lange den Rücken zuwandte. Nun gilt es, das Verbindende hervorzuheben und sich gegenseitig den Rücken zu stärken.


Waldtausch

Im Jahre 2016 konnte der freiwillige Waldtausch in Glasofen erfolgreich abgeschlossen werden.   Aus 1160 kleinen Waldgrundstücken von über 200 Eigentümern entstanden innerhalb von 13 Jahren 120 größere Waldgrundstücke mit 89 Besitzern. 99 Prozent der Fläche waren in das Tauschverfahren einbezogen. 73 Besitzer konnten ihre Flächen zu einem einzigen Grundstück zusammenlegen.


Seit 1972 gehört Glasofen nun zu Marktheidenfeld, nimmt teil an der positiven Entwicklung der Gesamtstadt. Vieles ist nicht mehr so wie früher, aber der dörfliche Charakter Glasofens konnte weitgehend erhalten bleiben. Als stadtnaher Stadtteil wird Glasofen besonders stark von der künftigen Entwicklung Marktheidenfelds tangiert. Um den dörflichen Charakter zu bewahren, ist im neuen Flächennutzungsplan ein neuer Stadtteil am Mainberg auf Glasofener Gemarkung vorgesehen, der auch in der Endphase einen Abstand zu Glasofen einhält.

Glasofener Vereine

Die Dorfgemeinschaft hat in Glasofen schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Gefrieranlage, die Milchsammelstelle, das 1975 aus dem Schulhaus entstandene Bürgerhaus, die 1978 zur Festhalle erweiterte Dreschhalle mit Festplatz und der 1988 aus der nun nicht mehr benötigten Gefrieranlage entstandene Vereinsübungsraum zeugen vom Gemeinschaftsgeist der Glasofener.

Freiwillige Feuerwehr

Gegründet 1874, als eine der ersten Wehren im Bereich Marktheidenfeld, feierte die Freiwillige Feuerwehr Glasofen 2014 ihr 140jähriges Jubiläum. Die Wehr absolvierte als eine der ersten die Leistungsprüfungen in der heutigen Form. 1956 wurde die erste Motorspritze angeschafft und 1990 das erste Feuerwehrauto. 2010 zählt die Wehr 51 aktive, 24 passive sowie 43 fördernde Mitglieder und drei Ehrenmitglieder: Robert Hepp, Hermann Kempf und Wilhelm Armstark. Vorsitzender des Feuerwehrvereins war von 2006 bis Beginn 2015 Bernhard Kempf, sein Stellvertreter war Stefan Hepp. Die neue Vereinsführung ab 01.01.15: Vorsitzender Claus Christ, sein Stellvertreter ist Christian Schwab. Kommandant der Wehr ist seit 2008 Jochen Schäfer mit Stellvertreter Bastian Stürmer. Die Feuerwehr hat die Pflege der Vereinsfahne des ehemaligen Kriegervereins Glasofen übernommen.

Gesangverein Gasofen

Ursprünglich 1921 als Männerchor gegründet, mußte er nach dem Krieg mangels Sängern aufgegeben werden und wurde 1947 als gemischter Chor wieder gegründet. Die Vorsitzenden waren von 1947 bis 1990 Karl Werner, darauf folgte Rudi Schäfer, der das Amt im Januar 2014 abgab. Nun führt Stephan Beck den Verein.

1951 wurde, z. T. auf Anregung des damaligen Lehrers Georg Furkel (1948 bis 1956 in Glasofen) hin, die Trachtengruppe als Sparte des Gesangvereins gegründet. Sie ist weit über die Grenzen von Marktheidenfeld hinaus bekannt. Es wird die Tracht der ehemaligen Grafschaft Wertheim getragen, zu der auch die Stadtteile Altfeld, Michelrieth, Kredenbach und Oberwittbach gehören. Heute nennt sie sich Grafschaftstrachtengruppe ”Die Glasf´lder” und tritt bei vielen offiziellen Anlässen auf. 1987 wurde eine Kindergruppe aufgebaut. Leiter der Trachtengruppe ist seit 2011 Michael Schäfer, Leiterin der Kindertrachtengruppe war von Anfang an  bis Frühjahr 2017 Marika Günzelmann. Nun betreuen Petra Sauer und Silvia Schäfer die Jüngsten.

Höhepunkt im Vereinsleben waren die Fahnenweihe 1953 und ganz besonders das Bezirkstrachtenfest 1981. Seit 1991 werden intensive Kontakte zur bretonischen Trachtengruppe, dem „Cercle Montfortais“ aus der Marktheidenfelder Partnerstatt Montfort sur Meu gepflegt.

Köhlerverein

Im Jahre 1977 fanden sich einige Familien zusammen, um gemeinsam einen Kohlenmeiler zu errichten. Mann der ersten Stunden war Robert Hepp, der den später gegründeten Verein bis 1998 führte und heute Ehrenköhlermeister ist. Das Amt des 1. Vorstandes hat seit dem 15.11.2001 Karl Wolf inne. Jedes Jahr eine Woche vor der Laurenzi-Messe wird ein Meiler errichtet. Von Mittwoch bis Sonntag raucht dann der Meiler am Glasofener Sportplatz. Zum Köhlerfest, einem Geheimtip unter den Sommerfesten, kommen viele Gäste aus Nah und Fern. Die Erlöse aus dem Holzkohlenverkauf werden sozialen Einrichtungen gestiftet.

Obst- und Gartenbauverein

Der Verein hat eine sehr lange Tradition. Erstmals ist er bisher 1906 belegt. Bis nach dem Kriege organisierte der Verein die Lieferung von Tafelobst ins Rheinland. Heute stehen der Gartenbau und der Blumenschmuck im Vordergrund. Frau Elisabeth Günzelmann führte die 47 Vereinsmitglieder seit 1984. Zum 01.01.18 gibt sie das Amt an den neuen Vorsitzenden Jonas Schäfer.




Literaturhinweise hier: